Der Blick auf die Messen von morgen

01.02.2011

Seit Jahren bin ich ein überzeugter Fürsprecher von Änderungen, weil ich der Meinung bin, dass das der einzige Weg ist, der den Unternehmen garantieren kann, der Zukunft ruhig und mit einer Dosis von Optimismus entgegenzusehen.
Wenn jemand nicht damit einverstanden ist, kann ich das schon verstehen, aber der eigentliche Zweck meiner  Aussage besteht darin, zum Überlegen anzuregen und eine Diskussion zu einem Thema zu eröffnen, das mir am Herzen liegt: die Fachmesse.
Die Botschaft, die ich seit Jahren an die Messegesellschaften übermittle, besteht darin, dass sie sich den Zeiten anpassen müssen und sich bemühen sollen Lösungen zu finden, die das Phänomen Messe wieder zum Mittelpunkt der Aufmerksamkeit machen!
Den Vorschlag, den ich einigen Messen der Branche Blumen- und Pflanzenzucht unterbreiten will, ist , dass sie ihren Terminkalender ändern und die jährlichen Messen in Biennalen ändern. Wenn die verantwortliche Leitung der Messegesellschaften keine Veränderungen vorsieht, die zur Verbesserung der Lage der Branche dienen, werden wir in den kommenden  5 Jahren vor einem völlig verdrehten und chaotischen Messepanorama stehen, wo Aussteller und Besucher  die Orientierung verlieren, weil jede einzelne Messe der anderen das Interesse nimmt mit dem daraus folgenden Rückgang der Aussteller und Besucherzahl  bei jeder Veranstaltung.

Ich wette, dass es allen schon einmal passiert ist auf eine Messe zu gehen und diese nicht sonderlich interessant zu finden mit der bedingungslosen Bemerkung  „hierher komme ich nicht wieder“. Dann vergehen Monate und wenn die Veranstaltung wieder zustande kommt, überlegt man angestrengt und entschließt sich dann doch wieder hinzugehen, und andere Male hingegen, eben nicht hinzugehen.
Diese Unschlüssigkeit herrscht inzwischen unter der absoluten Mehrheit der Leute und betrifft alle Veranstaltungen.
Die ersten, die mehr Weitblick haben sollten, sind die Messen an erster Stelle der Rangliste unserer Branche. Ich spreche von Messen  wie IPM von IPM  Essen oder Flormart von Padua. Wenn sie es nicht sind, die vorausblicken, wer dann? Sie müssen den üblichen Trott unterbrechen und sich die Frage stellen, was die Blumen- und Pflanzenzucht wirklich braucht.  Es erübrigt sich zu sagen, dass sich die Marktentwicklung in letzter Zeit verändert hat, aber die Feststellung, dass die Messegesellschaften nichts dafür getan haben, mit der Zeit Schritt zu halten, ist nicht als gegeben hinzunehmen.
Ich respektiere die Vielzahl von Initiativen (und in einigen Fällen teile ich diese auch), die die Veranstalter studieren und umsetzen, um Besucher und Aussteller anzuziehen, aber diese mehr oder weniger effizienten Strategien gehören zum kurzfristigen strategischen Marketing. Hier ist von Anderem die Rede. Wir sprechen von weitblickenden, nachhaltigen Strategien.
Hier einige Betrachtungen:
• Es entstanden viele örtliche Messen auf regionaler und nationaler  Ebene, die, wenn auch klein oder mittleren bis kleinen Umfangs, von den bedeutendsten und wichtigsten Veranstaltungen lokalisiert ablenken
• Die (von mir geteilte) Mode der offenen Türen, die, wie die “örtlichen” Messen, zum Bezugspunkt - einige mehr und einige weniger - im Terminkalender vieler Unternehmer, ob Aussteller oder Besucher,  geworden ist
• Internet … jeder Kommentar ist hier überflüssig um die Wichtigkeit zu betonen, die dieses Kommunikationsmittel  auch in unserer Branche erlangt hat und die Kommunikation immer schneller und fließender macht
• Und zuletzt, dafür aber nicht weniger wichtig, ist das, was jeder von uns im eigenen Betrieb erlebt hat und (..sozusagen ), der wirtschaftlich ungünstige “Zeitpunkt”,  der dazu geführt hat, dass die Betriebe bei den Ausgaben, was Messeveranstaltungen oder Messebesuche betrifft, sparsam vorgehen.
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